Deine Zukunft ist rund!
Damit sich Fahrzeuge bewegen können, benötigen sie Reifen, die rund laufen. Wir möchten, dass auch deine Zukunftsplanung rund läuft. Du findest Reifen heiß und Technik cool? Dann könnte diese Ausbildung etwas für dich sein.

Eine spannende, vielseitige und zukunftsorientierte Ausbildung erwartet dich!
Für diese Berufswahl sprechen ein echtes Hightech-Profil und gute Zukunftsaussichten.
Denn auch rund um Rad und Reifen kommt Hightech einfach besser an. Ultra High Performance Reifen (UHP), Runflat-Reifen und Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) schaffen dies zum Beispiel. In dieser modernen Technik kannst du ein hochqualifizierter Profi werden.

Du hast Spaß an Autos, Hightech, PS, Tuning und Verkauf?
Dann bist du hier richtig!

Als Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik kümmerst du dich um den einwandfreien Zustand aller Gummiteile rund um den Reifen. Hättest du’s gewusst? Vulkanisation ist die Herstellung von Gummi aus Kautschuk. Dein Know-how in diesem Bereich macht dich zum Fachberater und Handwerker rund um die Wartung und Instandsetzung von Reifen, Schläuchen und Rädern verschiedener Fahrzeuge. Noch in der Grundausbildung spezialisierst du dich auf Reifen- und Fahrwerktechnik oder Vulkanisationstechnik.
Beim Schwerpunkt Reifen- und Fahrwerktechnik wirst du die Reifen und Räder prüfen, warten und reparieren. Welche Reifen sind wann für welchen Fahrer die Besten? Welche Sommer- oder Winterreifen sind die Richtigen für das Fahrzeug des Kunden? Welche Reifen erzielen das optimale Fahrverhalten für PKW und Fahrer? Du lernst, Fragen wie diese leicht zu beantworten. Du hast direkt mit den Kunden zu tun und deine fachmännische Beratung ist gefragt. Die Vielzahl der Rad-/Reifenkombinationen macht es aus Sicherheitsgründen erforderlich, den Rat des ausgebildeten Experten in Anspruch zu nehmen.
Des weiteren lernst du alles rund um Fahrwerke, Rad- und Reifensysteme, Bremsen, Abgas- und Klimaanlagen. So, dass du das Beste aus jedem Fahrzeug herausholen kannst.
Viele Reifenfachhändler bieten auch Autoservice an, somit hast Du mit Autos „ganzheitlich“ zu tun (Bei diesen Betrieben liegt der Focus nicht nur auf Reifen und Räder).
Entscheidest du dich für den Bereich Vulkanisationstechnik, runderneuerst du abgefahrene Reifen, indem du die Karkasse mit einer neuen Lauffläche versiehst. Du wartest Reifen und Schläuche und die Koordination von Endkontrollen liegt in deinen Händen. 
Außerdem tust du etwas für die Umwelt. Im Vergleich zur Herstellung eines Neureifen spart die Runderneuerung 70% Energie, benötigt 70% weniger Rohstoffe und vermindert die Abfallmenge um 80%. Weitere Informationen findest du unter www.deutlschland-runderneuert.de
So oder so: Es erwartet dich ein hochqualifiziertes, spannendes Tätigkeitsfeld, das mit der wachsenden Komplexität moderner Autos immer spannender wird und super Perspektiven bietet.

Ausbildungsinhalte sind u.a. 

  • Kenntnisse des Ausbildungsbetriebes
  • Arbeitsrecht, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
  • Wartung und Instandhaltung von Maschinen, Geräten und Werkzeug
  • Kenntnisse der Werks- und Hilfsstoffe
  • Be- und Verarbeiten der Werks- und Hilfsstoffe
  • Heiß- und Kaltvulkanisieren
  • Aufbau, Einsatz und Pflege von Reifen
  • Reparieren von Reifen, Schläuchen und Förderbändern
  • Arbeiten im Kundendienst
  • Arbeiten am Fahrwerk
  • Kenntnisse der Reifenschäden
  • Runderneuerung von Reifen
  • Beratung von Kunde


Und wo findest du nach deiner Ausbildung einen Arbeitsplatz? Zum Beispiel bei Kraftfahrzeugreparaturbetrieben und in Runderneuerungswerken, in Reifenservicestationen und vor allem bei Reifenhändlern mit Reparatur- und Montageservice.

Branchen

Kunststoff, Kautschuk, Vulkanisation:
Herstellung und Runderneuerung von Bereifungen, z.B. in Vulkanisierwerken und -betrieben oder in Reifenservicebetrieben und -stationen
Herstellung von sonstigen Kunststoffwaren, z.B. Herstellung von Gummiauskleidungen und -belägen, Instandhaltung von Transportbändern für Förderanlagen

Kraftfahrzeuge

Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen

Handel

Reifenfachhandel, Reifenservicestationen, Reifenhandel mit Reparatur- und Montageservice

 

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen meistens Ausbildungsanfänger/innen mit Hauptschulabschluss ein.

Voraussetzung für den Zugang zu einer dualen Ausbildung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildungsbetriebe suchen sich Auszubildende nach eigenen Kriterien (z.B. schulische Vorbildung) aus.
Jugendliche unter 18 Jahren müssen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.

Versuche, einen Betriebspraktikumsplatz/ein Probepraktikum in einem Ausbildungsbetrieb zu bekommen. So kannst du dir am besten einen eigenen Eindruck verschaffen. Diese Betriebspraktika gibt es auch während deiner Schulzeit (Pflichtpraktikum).
Alternativ kannst du auch versuchen, den Wunschbetrieb zu besuchen, um die Mitarbeiter einen Tag zu begleiten. Frage den Chef – vielleicht freut er sich über dein Engagement.
Eventuell richtet der Betrieb bald einen „Tag der offenen Tür“ aus.
Erkundige dich, ob der Betrieb an einer der nächsten regionalen Ausbildungsmessen teilnimmt. Versuche im Vorfeld viele deiner Fragezeichen loszuwerden.
Dies sind Beispiele, um mit der Branche in Kontakt zu treten. Übrigens, auch bei den Handwerkskammern gibt es kompetente Ansprechpartner.

Diese Stärken passen zu deinem Profil

Du bist handwerklich geschickt und sorgfältig
Du arbeitest gerne handwerklich und arbeitest geschickt und gerne mit deinen Händen? Gut! Dies ist zum Beispiel bei der Montage und Demontage von Reifen und Rädern wichtig.

Du hast Interesse an technischen Themen
und bringst ein Grundverständnis für Mathe, Physik, Chemie und computergesteuerte Anwendungen mit? Prima! Diese Fähigkeiten werden z.B. für die Wartungsarbeiten benötigt. Auch im Reifengeschäft wird immer mit dem Computer gearbeitet, so gibt es Hightech-Messgeräte und immer mehr Einstellungen, die nur noch digital erfasst und vorgenommen werden.

Du bist verantwortungsbewusst
Du arbeitest sorgfältig und hast ein großes Verantwortungsbewusstsein? Klasse! Die Arbeit am Reifen stellt für den Fahrer ein Sicherheitsthema dar, somit ist Sorgfalt und Genauigkeit gefragt.
Die Sicherheit des Fahrers steht in den gesamten Arbeitsfeldern an erster Stelle, so z.B. auch beim Runderneuern und Prüfen von Reifen, Reparieren von Reifen, um Unfälle zu vermeiden.

Du bist körperlich fit und belastbar
Du bist körperlich fit und deine körperliche Konstitution ist belastbar? Super! Dies ist z.B. wichtig beim Heben von Reifen und Rädern. Du musst bereit sein, tatkräftig und zupackend mitzuarbeiten – auch bei schwierigen Wartungsarbeiten an Fahrwerken und Rad-Reifen-Systemen.

Du kannst gut mit Menschen umgehen
Du bist kommunikativ, interessiert und freundlich? Sehr gut! Diese Eigenschaften sind wichtig für Fachgespräche mit Kunden, ebenso wichtig wie die Bereitschaft, die Probleme der Kunden zu lösen (Dienstleistungsorientierung).


Interessen
Dein künftiger Beruf soll natürlich zu dir passen und dir Spaß machen. Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Warum das so ist? Das zeigen Beispiele aus der Arbeitspraxis.

- Interesse an praktischen Tätigkeiten
   z.B. Aufstreichen oder Spritzen von Gummilösungen zur Herstellung einer Verbindung zwischen altem und neuem Material beim Runderneuern von Reifen.
   z.B. Montieren von Reifen mithilfe von (hydraulischen) Maschinen oder Pressen bzw. mit Handwerkzeugen wie Hebel und Hammer.
   z.B. Reparieren von Gummischläuchen, Schlauchbooten, Seenotrettungsgeräten und Gummischutzkleidung.

Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeiten
   z.B. Kontrollieren der runderneuerten Reifen, um eine gleichbleibende       Produktgüte sicherzustellen.

Du möchtest mehr Informationen?

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.
 
Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in eure Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

Berufsausbildung im dualen System

Die Berufsausbildung im Reifen- und Vulkaniseurhandwerk wird als dual (zweiseitig) bezeichnet, weil sie an zwei Lernorten stattfindet: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. In der Schule arbeitest du theoretische Inhalte aus, die du im Betrieb praktisch umsetzen kannst. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Die Praxis – der Ausbildungsbetrieb

Die Ausbildung im Betrieb richtet sich nach der Ausbildungsordnung, die für jeden staatlich anerkannten Ausbildungsberuf erlassen wird. Dort sind u.a. die Dauer, Inhalte und Rahmenpläne der Ausbildung, sowie Prüfungsanforderungen für den Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik zu finden.
Ausbildungsordnung (Link)


1. Ausbildungsjahr

Das erste Ausbildungsjahr beinhaltet Grundlagen zum Thema Kfz und Beruf.

  • Wie bediene ich Fahrzeuge aller Art?
  • Was ist an Fahrzeugen zu warten, zu prüfen und einzustellen?

  • Wie baue ich Teile und ganze Baugruppen ein und aus?
  • Was muss ich Grundlegendes zum Thema Messen, Prüfen und Sicherheit wissen?
  • Was ist beim Umweltschutz zu beachten?
  • Wie funktioniert Qualitätsmanagement?
  • Wie treffe ich den richtigen Ton beim Kunden?
  • Wie ist der Ausbildungsbetrieb organisiert, was  muss man zum Arbeits- und Tarifrecht sowie zu den Unfallverhütungsvorschriften wissen?

 

2. Ausbildungsjahr


Im zweiten Jahr werden die Grundlagen mit interessanten Details vertieft.

  • Wie plane ich Arbeitsabläufe und kontrolliere die Ergebnisse?
  • Welche Feinheiten gibt’s im Qualitätsmanagement?
  • Wie finde ich Schäden und wie grenze ich sie ein?
  • Welche Feinheiten gibt’s im Umgang mit Kunden?
  • Was bedeutet Fügen?
  • Wie verarbeitet man Werk- und Hilfsstoffe per Hand oder Maschine?
  • Was ist beim Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen zu beachten?
  • Wie repariert man Schläuche und Reifenlaufflächen?


3. Ausbildungsjahr

Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt die Spezialisierung.
Es gibt 2 Fachrichtungen: Reifen- und Fahrwerkstechnik und Vulkanisationstechnik

REIFEN- UND FAHRWERKSTECHNIK

  • Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten am Fahrwerk.
  • Instandhalten von Reifen und Rädern.
  • Verändern der Fahrdynamik.
  • Verkaufen von Produkten.


VULKANISATIONSTECHNIK.

  • Instandsetzen von Reifen und Schläuchen.

  • Erneuern von Reifen.

  • Warten und Instandsetzen von Fördergurten.
  • Herstellen und Instandsetzen von Gummiauskleidungen und -belägen.

Die Branche ist im Wandel. Der klassische Reifenfachhandel wird sich immer mehr zum Kfz-Betrieb entwickeln (Kfz-Betrieb mit Kernkompetenz für Reifen und Räder). Als Vulkaniseur- /Reifenmechanikermeister kannst du nach Besuch eines Lehrgangs und nach bestandener Prüfung wesentliche Tätigkeiten des Kfz-Handwerks ausüben. (Weiterbildungsqualifikation § 7a HwO - Link).

AUF DIE ÜBERHOLSPUR WECHSELN
 
Nach der Gesellenprüfung hast du die Möglichkeit, noch mal so richtig durchzustarten. Als Meister mit einer Zusatz-Ausbildung zum Junior-Manager im Reifenfachbetrieb oder mit einem Berufsakademie-Studium (Betriebswirt des Handwerks) stehen dir spannende Karrieremöglichkeiten im Bereich Spitzentechnologie offen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Weiterbildung.
    
Anpassungsweiterbildung
Aufstiegsweiterbildung
Existenzgründung

Die Anpassungsweiterbildung hilft dir, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen.  Dies könnten z.B. Lehrgänge sein, die dich beruflich auf dem Laufenden halten. Mögliche Themen:

        Kraftfahrzeugtechnik, -instandhaltung - allgemein
        Kautschukverarbeitung
        Waren-, Produkt-, Verkaufskunde
        Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz, Unfallverhütung - allgemein
        Qualitätsprüfung, -technik

- Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung: KURSNET

Die Aufstiegsweiterbildung bietet dir die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen. 

Du kannst z.B.
Mechanikermeister/-in für Reifen- und Vulkanisationstechnik nach bestandener Prüfung werden.
Der BRV bietet im Rahmen einer Lehrgangs-/ Seminarkooperation regelmäßig Lehrgänge an z.B.
Meistervorbereitungslehrgänge
Lehrgänge für Vulkaniseur-/Reifenmechanikermeister zwecks Erlangung der Ausübungsberechtigung in wesentlichen Teiltätigkeiten des Kfz.Handwerks (§ 7a HWO)
Fortbildung für Vulkaniseur- / Reifenmechanikermeister
Fortbildung für Kfz-Meister
staatlich geprüfter Techniker für Kfz

In einigen Bundesländern erwirbt man mit der Meisterqualifikation die Hochschulzugangsberechtigung.

Ein Studium eröffnet dir weitere Berufs- und Karrierechancen (z.B. durch einen Bachelorabschluss im Studienfach Kunststofftechnik).
Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich.

Aufstiegsweiterbildungen könnten z.B. sein:
Meister/innen
Mechanikermeister/Mechanikermeisterin für Reifen- und Vulkanisationstechnik
    Industriemeister/Industriemeisterin, Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk
Techniker/innen
    Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin, Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik
Fach- und Betriebswirte/-wirtinnen, Fachkaufleute
    Technischer Fachwirt/Technische Fachwirtin
    Fachkaufmann/Fachkauffrau in der Handwerkswirtschaft
Sonstige Aufstiegsweiterbildungen
    Ausbilder/Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe (Weiterbildung)
    Geprüfter Fachmann/Geprüfte Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung nach der Handwerksordnung

http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de

Existenzgründung
Mechaniker und Mechanikerinnen für Reifen- und Vulkanisationstechnik können sich z.B. nach einer bestandenen Meisterprüfung in die Handwerksrolle eintragen lassen. Damit kannst du dich mit einem eigenen Betrieb im Mechaniker-Handwerk für Reifen- und Vulkanisationstechnik bzw. einem auf Teilbereiche spezialisierten Betrieb (zum Beispiel Reifenvulkanisation, Reifenfachhandel mit Montage und Reparatur, Förderbandvulkanisation) selbstständig machen.
In diesen Bereichen ist z.B. auch eine Selbstständigkeit als Franchisenehmer möglich.
Informationen zur Existenzgründung findest du auch beim Verband.
Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk

An der Berufsschule werden berufsbezogene Lerninhalte unterrichtet.

Folgende Themen stehen fest:
Warten und Pflegen von Fahrzeugen.
Demontieren, Instandsetzen und Montieren von fahrzeugtechnischen Baugruppen oder Systemen.
Prüfen und Instandsetzen elektrischer und elektronischer Systeme.
Prüfen und Instandsetzen von Steuerungs- und Regelungssystemen.
Beurteilen und Instandsetzen von Reifen und Schläuchen.
Instandhalten von Bereifungssystemen.
Umrüsten von Fahrzeugen auf Sonderräder.
Ausführen von Service- und Wartungsarbeiten.

Fachrichtung Vulkanisationstechnik:
Warten und Instandsetzen von Fördergurtsystemen.
Heißerneuern von Reifen.
Erneuern mit vulkanisierten Laufstreifen.
Auskleiden mit Gummi.

Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik
Instandhalten von Reifen und Rädern.
Verändern der Fahrdynamik.
Verkaufen von Produkten.
Instandhaltung von Fahrwerksystemen.
Warten und Instandsetzen von Fahrzeuganlagen.
Instandhalten von Luftdruckkontrollsystemen.
Umrüsten von Fahrzeugen.

Du möchtest mehr über die Inhalte wissen?
Mehr Informationen und Details zu den einzelnen Themen erhältst du hier:
Auszubildenden

 

An der Berufsschule werden auch Lerninhalte der Allgemeinbildung unterrichtet. Abhängig vom Bundesland variieren die Fächer leicht. Es wird z.B. Politik oder Sozialkunde, Deutsch, Englisch, Sport, Religion, .... unterrichtet.


Nach erfolgreicher Teilnahme am Berufsschulunterricht kannst du den Sekundarschulabschluss I (Realschulabschluss) erwerben. Je nach Berufsschule gibt es evtl. auch die Möglichkeit, den erweiterten Sekundarschulabschluss zu absolvieren. Dieser Abschluss berechtigt dich dann zum Besuch der Fachoberschule (hier kann dann in einem Jahr die Fachhochschulreife erworben werden).  

Die Zwischenprüfung gilt als Lernstandskontrolle und ist im rechtlichen Sinne keine Prüfung.
Die Zwischenprüfung meint es also gut mit dir. Du hast vor der bevorstehenden Prüfung die Möglichkeit, deinen Lernstand zu überprüfen, um dir ggf. noch Hilfestellungen zu holen. Außerdem wirst du durch die Zwischenprüfung auf Abschlussprüfungs-Situationen vorbereitet.

Bei dieser Prüfung wirst du in die Situation der späteren Berufspraxis versetzt: Die Arbeitsaufgaben, die du erarbeiten und dokumentieren musst, entsprechen möglichen Kundenaufträgen aus der Praxis. Anschließend wird ein Fachgespräch geführt.

Zur Lösung der Prüfungsaufgaben wird dein Wissen sowohl aus der betrieblichen Praxis als auch aus der Berufsschule abgefragt.

Mehr Details zum Thema Prüfungen erhältst du hier. 



Wie finde ich einen Ausbildungsbetrieb?

Du bist daran interessiert und bereit für den Einstieg in den Beruf des Mechanikers/der Mechanikerin für Reifen- und Vulkanisationstechnik und fragst dich jetzt, wer die Ausbildung anbietet und wer Auszubildende sucht?

Gucke mal in der Azubi-Börse. Gib von deinem gewünschten Ort die PLZ ein und eventuell sucht gerade in deiner Gegend ein Betrieb einen Auszubildenden. Wenn du von deiner Postleitzahl die ersten beiden Ziffer eingibst, suchst du in deinem Umkreis.
Du wirst hier nicht fündig, dann wende dich an die zuständige Handwerkskammer, an die zuständige Innung, an die Agentur für Arbeit oder an den Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (kurz: BRV) in Bonn.

Auch sonst findest du auf der Internetseite des Verbandes spannende Informationen aus der Branche:
www.brv-bonn.de


Hilfreiche Internetadressen:

www.planet-beruf.de/
mein Start in die Ausbildung (Bundesagentur für Arbeit)

www.jobboerse.de
Betriebliche Ausbildungsstellen und Praktikumsstellen (Arbeitsagentur)

www.berufenet.arbeitsagentur.de

www.azubister.net

www.ausbildung.de

www.aubi-plus.de

www.azubiyo.de/stellenmarkt/


Auf dass deine Zukunft rund läuft.

Beispielhafte Ausbildungsvergütung. Nach dem neuen Tarifvertrag der Innung Bayern bei einer wöchentlichen Regelarbeitszeit von 36,5 Stunden gilt

1. Ausbildungsjahr: 679,- € / Monat
2. Ausbildungsjahr: 739,- € / Monat
3. Ausbildungsjahr: 798,- € / Monat

Urlaubsanspruch

Der Urlaub richtet sich bei erwachsenen Auszubildenden nach § 3 Abs. 1 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz) und beträgt mind. 24 Werktage im Jahr.

Bei minderjährigen Auszubildenden sieht der Urlaubsanspruch nach § 19 Abs. 2 JArbSchG (Jugendarbeitsschutzgesetz) so aus:
- mind. 30 Werktage im Jahr, wenn du keine 16 Jahre alt bist
- mind. 27 Werktage, wenn du 16 Jahre alt bist
- mind. 25 Werktage, wenn du 17 Jahre alt bist.
Maßgeblich ist das Alter des Auszubildenden zu Beginn des Kalenderjahres.

 

 

Tipps rund um die Bewerbung

Bewerbungsunterlagen  

Bewerbungsunterlagen bestehen immer aus einem Anschreiben, Lebenslauf und aus deinen Zeugnissen.

Das Anschreiben – der erste Eindruck entscheidet

Das Anschreiben ist der erste Eindruck, den ein Unternehmen von dir erhält. Achte darauf, dass das Schreiben ordentlich formatiert ist und überprüfe die Rechtschreibung. Trotz PC-Schreibprogrammen mit Autokorrektur schleichen sich Rechtschreibfehler schnell ein. Es ist immer ratsam, das Anschreiben jemandem zum Korrekturlesen zu geben. Frage deine Eltern oder die Lehrer an deiner Schule.

Das Anschreiben sollte eine Betreffzeile mit dem Titel der Ausbildung enthalten, auf die du dich bewirbst. Schließlich kann ein Unternehmen mehrere Ausbildungsplätze anbieten und der Personalmitarbeiter muss direkt erkennen, für welche Ausbildung du dich genau bewirbst.

Wichtig ist eine persönliche Ansprache. Den richtigen Ansprechpartner kannst du telefonisch in dem Betrieb erfragen. Der Ansprechpartner gehört als Empfänger in die Adresse und ist wichtig für die Anrede / Begrüßung im Anschreiben. Kontrolliere sicherheitshalber noch einmal die korrekte Schreibweise des Namens (dies gilt auch für den Firmennamen).


Inhalt es Anschreibens

Dein Text sollte Antworten z.B. auf folgende Fragen geben.
Warum hast du dich gerade bei diesem Unternehmen beworben?
Warum gerade auf diesen Ausbildungsplatz?
Welchen Schulabschluss besitzt du oder wirst du in Kürze erwerben?
Welche Fertigkeiten besitzt du, die für deine angestrebte Ausbildungsstelle nützlich sind?
Gut ist es, wenn du die angegeben Fertigkeiten mit konkreten Beispielen belegen kannst. Wenn du dich z.B. als teamfähig beschreibst, kannst du z.B. darauf hinweisen, dass du schon seit Jahren in einer Fußballmannschaft spielst.
Das Anschreiben sollte maximal eine Seite lang sein und die Sätze kurz und verständlich.

Die Bewerbung – Dein Lebenslauf und deine Zeugnisse

Eine gute Bewerbung sollte klar strukturiert sein, damit das Unternehmen sich schnell einen Überblick über dich verschaffen kann. Daher sollte der Lebenslauf auch tabellarisch sein. Achte auch hier auf die Rechtschreibung.

Der Lebenslauf kann mit einem Deckblatt beginnen. Ein Deckblatt bietet Dir beispielsweise die Möglichkeit, ein größeres Bild zu verwenden und deine Kontaktdaten zu platzieren. Seit das Gleichbehandlungsgesetz in Kraft getreten ist, kannst du selber entscheiden, ob du dich mit oder ohne Bild bewirbst. Entscheidest du dich für ein Bild, achte auf eine gute Qualität.
Falls du kein Deckblatt erstellen möchtest, dann kannst du oben rechts in der Ecke dein Bild aufkleben.

Der Lebenslauf sollte folgendermaßen aufgebaut sein: Am Anfang stehen die persönlichen Angaben (Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Adresse, Mobilfunknummer, E-Mail-Adresse).

Als nächstes folgt dein schulischer Werdegang. Bei den Zeitangaben sollten mindestens Monat und Jahr angegeben werden. Beispielweise: „Von 08/1996 – 07/2000 Name-Grundschule in Stadt“. Dann zählst du einige Fertigkeiten (Soft Skills) auf, die du besonders beherrschst und die deinen Ausbilder interessieren könnten: Hast du einen Führerschein, bist du handwerklich begabt oder sportlich, hast du Hobbys etc. All das sind Infos, die in einen Lebenslauf gehören. Zum Schluss kommt deine persönliche Unterschrift.

Deine Zeugnisse gehören zur Bewerbung. Falls dein Abschlusszeugnis noch nicht ausgestellt wurde, kannst du dir an deiner Schule ein vorläufiges Abschlusszeugnis ausstellen lassen. Wichtig: Immer nur Kopien von Zeugnissen rausschicken.

Die Bewerbungsmappe – darauf solltest du achten
Deinen Lebenslauf und die Zeugniskopien solltest du in loser Form in eine Bewerbungsmappe stecken. Das Anschreiben kommt dann oben auf die Bewerbungsmappe und beides in einen DIN A4 - Briefumschlag.

Jetzt muss der Umschlag noch ausreichend frankiert werden. Falls Du in der Nähe des Betriebes wohnst, kannst du deine Bewerbung auch persönlich dort abgeben. Zusätzlich zu deiner Bewerbung hat der Betrieb damit schon einmal einen ersten persönlichen Eindruck und du zeigst, dass du wirklich an dem Ausbildungsplatz interessiert bist.

Online-Bewerbungen

Immer mehr Unternehmen wünschen sich Bewerbungen per E-Mail.
Auch dabei gibt es ein paar Regeln zu beachten:

E-Mails können im HTML-Format oder in der Einstellung „Nur Text“ versendet werden. Für Bewerbungen sollte stets die Einstellung „Nur Text“ verwendet werden. Bei Betreff solltest du genau angeben, auf welchen Ausbildungsplatz du dich bewirbst. Online-Bewerbungen sollten nicht über ausgefallene E-Mail-Adressen wie Superman@xy.de, sondern nur über ernsthafte E-Mail-Adressen versendet werden (Beispielsweise: Vorname.Nachname@xy.de).

Hier noch ein paar wichtige Punkte:
Auch bei Online-Bewerbungen sollten nur gängige Schriftarten wie Arial und Times New Roman verwendet werden.
Sämtliche Texte sollten frei von Rechtschreib- und Kommafehlern sein. Du solltest dich nicht allein auf die automatische Prüfung verlassen, sondern deine Texte anderen Personen, deinen Eltern oder deinen Lehrern, zur Korrektur vorlegen.
Keine klare Regel gibt es darüber, ob der Text in der E-Mail nur kurz in ein bis zwei Sätzen auf die Ausbildungsstelle eingeht und das Anschreiben als Anhang hinzugefügt wird oder das Anschreiben direkt im Textfeld der E-Mail mitgeschickt wird. Da das Anschreiben auf jeden Fall noch einmal im Anhang enthalten sein sollte, spricht grundsätzlich nichts dagegen, im Textfeld nur kurz das Anliegen zu schildern.
Anschreiben und Bewerbung sollten im PDF-Format erstellt und der E-Mail angehängt werden.

Natürlich möchtest du wissen, ob deine Bewerbung auch beim Unternehmen angekommen ist. Wenn du nach einer Woche noch keine Antwort erhalten hast, dann kannst du per Telefon beim Unternehmen nachfragen, ob mit deiner Bewerbung alles in Ordnung ist.

Sei vorbereitet – die Basis für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

Du hast es geschafft. Du hast eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten. Jetzt wird es spannend: Vorbereitung ist alles! Bei dem Gespräch wird erwartet, dass du dich ausführlich über das Unternehmen informiert hast. Informationen findest Du auf der Website des Betriebes. Manchmal gehört der Betrieb zu einer großen Kooperation – auch auf deren Websites findest du Informationen. Manche Betriebe haben auch eigene Broschüren. Wichtig ist, dass du z.B. Fragen wie diese beantworten kannst:

Wer leitet das Unternehmen?
Zu wem gehört evtl. der Betrieb?
Wie viele Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen?
Welche Dienstleistungen werden angeboten?
Was verkauft der Betrieb noch - neben Reifen und Rädern?
Gibt es Schwerpunkte, auf die sich der Betrieb spezialisiert hat?
Gibt es einen oder mehrere Standorte?
Wer sind die Mitbewerber?
usw.

Persönliche Fragen.
Es werden aber auch persönliche Fragen zu deiner schulischen Laufbahn und zu dem von dir angestrebten Ausbildungsplatz gestellt, auf die du vorbereitet sein solltest. Mögliche Fragen könnten z.B. sein:
Warum möchten Sie diese Ausbildung machen?
Was qualifiziert Sie für diese Ausbildung/ Welche Eigenschaften bringen Sie mit?/Welche Motivation besteht?
Warum möchten Sie die Ausbildung in unserem Betrieb machen?
Haben Sie sich auch bei anderen Unternehmen beworben?
Wieso haben Sie in dem Fach xy… schlechte Noten?
Du hast evtl. eine Lücke im Lebenslauf. Der Chef wird dich sicherlich fragen: Was haben Sie zwischenzeitlich gemacht?
        Erwähne auch, wenn du nach dem Schulabschluss ein Praktikum (z.B. als Orientierung) absolviert hast.
Warum sollten wir ausgerechnet Ihnen den Ausbildungsplatz geben?
Welches sind Ihre Stärken und Schwächen?
Welche Nachteile sehen Sie bei dieser Ausbildung?
Was wissen Sie über die Ausbildung?
Was wissen Sie über das Reifen- und Vulkaniseurhandwerk?
Was wissen Sie über unseren Betrieb?

Übrigens ist es ganz normal, wenn du - trotz guter Vorbereitung - ein wenig nervös bist.
Tipp: Übe diese Art von Fragerunden in Rollenspielen mit Freunden oder deinen Eltern.
Versuche die Informationen über den Betrieb, deinen Werdegang und deine Vorstellungen nicht auswendig aufzusagen, sondern locker zu erzählen.

Es ist sehr wichtig, dass du pünktlich zum Vorstellungsgespräch erscheinst. Öffentliche Verkehrsmittel können sich verspäten oder gar ausfallen, mit dem PKW kannst du in den Stau geraten. Plane einen Zeitpuffer ein. Solltest du dich trotzdem verspäten, informiere so früh wie möglich den Betrieb.

Der erste Eindruck: dein Äußeres.
Dein Outfit sollte sauber und ordentlich sein. Es ist besser, ein wenig zu schick als zu „normal“ gekleidet zu sein – du musst dich aber gut fühlen. Geputzte Schuhe, saubere Hände und Fingernägel machen immer einen guten Eindruck! Sehe einfach gepflegt und ordentlich aus. Kaugummi und Mobiltelefon sind während des Gespräches tabu.
Wichtig: Bleib du selbst.

So könnte ein Vorstellungsgespräch ablaufen:
Am Anfang erfolgt die Begrüßung. Warte bis der Chef auf dich zukommt und dir die Hand reicht. Du solltest dich erst hinsetzen, wenn du dazu aufgefordert wirst. Anschließend erfolgt ein sogenannter Smalltalk. Beispielsweise wird der Chef dich fragen, wie deine Anreise war oder wie es dir geht.

Dann wird es ernst: Wahrscheinlich stellt jetzt der Chef sein Unternehmen vor. Anschließend wirst du aufgefordert, etwas über dich zu erzählen. Hier solltest du aus deinem Leben berichten, von deiner Entscheidung für den angestrebten Ausbildungsplatz und was dich dazu bewogen hat, dich zu bewerben. Jetzt kannst du mit deinen Hobbys und Interessen punkten. Es geht nicht darum, deinen Lebenslauf aufzusagen – dieser liegt dem Chef vor. Zeig einfach, wer du bist und was du kannst! Du bist in einem Sportverein und machst z.B. Mannschaftssport? Erzähle es beim Gespräch. Es zeigt, dass du ein Teamplayer bist – du wirst als angehender Mechaniker immer im Team arbeiten. Oder erzähle, dass du gerne körperlich arbeitest und ein Acht-Stunden-Bürotag für dich nicht in Frage käme etc.

Du hast Fragen? Dann frag. Schließlich geht es um DEINE Zukunft.
Halte Blickkontakt und bleibe immer freundlich.

Tipp zum Schluss: Frage auch Freunde oder Geschwister, die schon einige Vorstellungsgespräche gemacht haben, nach ihren Erfahrungen. Bestimmt können sie dir noch den einen oder anderen guten Ratschlag geben.