Hat mein Kind Freude und Interesse an Autos, Spaß an Herausforderungen und Handwerk? Ist es körperlich fit, sorgfältig, kommunikativ und arbeitet gerne im Team? Offene Fragen, wie Inhalte, Kosten, Voraussetzungen und Zukunftsaussichten zur Ausbildung zum Mechaniker für Reifen -und Vulkanisationstechnik werden Ihnen hier beantwortet.

Die Ausbildung zum Mechaniker für Reifen -und Vulkanisationstechnik ist anerkannt.
Beim Beruf des Mechanikers für Reifen- und Vulkanisationstechnik handelt es sich um einen anerkannten Handwerksberuf der Anlage A der Handwerksordnung. Er zählt zu den sog. gefahrengeneigten Handwerken, da Reifen und Räder für die Sicherheit des Autofahrers von besonderer Relevanz sind. Sorgfältige Arbeit ist deshalb unbedingt erforderlich.
Die Arbeitsplatzaussichten in der Branche als ausgebildeter Mechaniker sind gut
Weiterbildungen ermöglichen u.a. nach Abschluss der Ausbildung weitere Karrieremöglichkeiten.
Die Bezahlung erfolgt nach Tarifvertrag.
Arbeit im Team mit vielfältigen Aufgaben.
85 % der fertig Ausgebildeten wurden 2014 / 2015 übernommen.

- Freude und Interesse am Auto und der Branche.
- Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
- Spaß an Herausforderungen.
- Handwerklich begabt, sorgfältig, belastbar und körperlich fit.
- Kommunikativ, Spaß im Umgang mit Menschen

Ein Orientierungspraktikum ist meistens eine zielführende Möglichkeit, damit sich Ihr Kind ein genaueres Bild von der Ausbildung machen kann.

Eine duale Berufsausbildung wird theoretisch und praktisch ausgeübt und ist anerkannt.
Der theoretische Teil wird in der Berufsschule vermittelt. In den meisten Fällen erfolgt im 1. Ausbildungsjahr eine ortsnahe Beschulung in den Berufsschulklassen des Kfz-Mechatronikerhandwerks.
Im 2. und 3. Ausbildungsjahr erfolgt die fachspezifische Ausbildung in Fachklassen der Berufsschulen in Fürstenwalde, Burgdorf, Köln und München (je nach Bundesland).
Der praktische Teil erfolgt in einem Betrieb. Ihr Kind kann die erlernten, theoretischen Inhalte der Berufsschule, praktisch in seinem Betrieb anwenden. Ein zielgenauer Lerneffekt.
Berufsschule und Betrieb unterstützen den Auszubildenden bei den Prüfungsvorbereitungen.
Im Reifenfachhandel gibt es ausschließlich Duale Ausbildungen.

Die ersten beiden Ausbildungsjahre sind die Grund- und Fachausbildung. Im dritten Ausbildungsjahr kann sich der Auszubildende auf einen Fachbereich spezialisieren: Reifen- und Fahrwerktechnik oder Vulkanisationstechnik.
Detailierte Informationen finden Sie hier.

Ausbildungsmittel, wie Werkzeuge, Bücher, Werkstoffe, Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und alle zur Zwischen- und Abschlussprüfungen benötigten Ausbildungsmittel werden i.d.R. vom Ausbildungsbetrieb kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fahrtkosten:
Es gibt die Möglichkeit Zuschüsse für die Reisekosten der Azubis zu beantragen, die bei auswärtiger Beschulung gewährt werden. Diese Zuschüsse sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Auskünfte hierzu erteilen die örtlichen Handwerkskammern.

Die Zulassungsvoraussetzungen stellen kein Problem dar.

Die Arbeiten und Zeiten sind gemäß des Jugendarbeitsschutzgesetzes geregelt.

Der erste Ansprechpartner ist immer der Ausbilder im Betrieb. Falls es von ihm keine Hilfe oder Unterstützung gibt, kann sich Ihr Kind bei der regionalen Innungsstelle oder bei dem Verband melden.

Es gibt einen standardisierten Ausbildungsplan für alle Azubis.

In jedem Betrieb gibt es mindestens einen Ausbilder. Dies ist nach der Ausbildungsverordnung Pflicht. Dieser ist der erste Ansprechpartner des Azubis und für alle Fragen innerhalb des Betriebes und rund um die Ausbildung (und auch für Unklarheiten) zuständig.

Solange Fahrzeuge oder Flugzeuge Reifen benötigen, wird der Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik gebraucht. Neben dem Reifenservice liegen auch in der Runderneuerung gute Zukunftschancen für den Vulkaniseur, da die Themen Umweltbewusstsein und Ökonomie immer stärker in den Mittelpunkt des Verbraucherinteresses rücken. Dies führt zu einer vermehrten Nachfrage nach Recyclingreifen.

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen für Sie u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:

  • Vulkaniseur und Reifenmechanikermeister/-in
  • Betriebswirt/-in - Handwerks
  • Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.
  • Erlangung der Ausübungsberechtigung für Vulkaniseur-/ Reifenmechanikermeister bzgl. wesentlicher Tätigkeiten des Kfz-Handwerks nach absolvierten Lehrgang und bestandener Abschlussprüfung (§7a der Handwerksordnung).
  • staatlich geprüfter Techniker für Kfz
  • unter best. Voraussetzungen ist auch der Kfz-Meister möglich
  • Folgende Studiengänge bieten sich Ihnen bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:
    • Kunststofftechnik
    • Verfahrenstechnik

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit